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Südtirol übernimmt Präsidentschaft der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn

Bis Ende 2022 hat Südtirol die Präsidentschaft der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn inne. LR Alfreider und Handelskammerpräsident Ebner haben ein Programm für die gemeinsame Präsidentschaft vorgelegt.

Vize-LH und LR Alfreider und Handelskammerpräsident Ebner haben sich auf ein Programm für die gemeinsame Präsidentschaft der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn geeinigt. (Foto: LPA/Ingo Dejaco)
Vize-LH und LR Alfreider und Handelskammerpräsident Ebner haben sich auf ein Programm für die gemeinsame Präsidentschaft der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn geeinigt. (Foto: LPA/Ingo Dejaco)

Landeshauptmannstellvertreter und Landesrat für Infrastruktur und Mobilität Daniel Alfreider sowie Handelskammerpräsident Michl Ebner haben sich auf ein Programm für die gemeinsame Präsidentschaft der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn geeinigt: Im Fokus stehen das europäische Jahr der Schiene und die Digitalisierung.

Die Aktionsgemeinschaft Brennerbahn (AGB) ist ein seit 1991 bestehender Zusammenschluss der Provinzen und Länder sowie Handelskammern von Verona, Trient, Bozen, Tirol und Bayern. Sie setzt sich für die Verbesserung des Schienenverkehrs auf dem Brennerkorridor zwischen München und Verona ein. Die Präsidentschaft der AGB rotiert alle zwei Jahre, im Frühjahr 2021 wird sie vom Freistaat Bayern und der Industrie- und Handelskammer München an das Land Südtirol und die Handelskammer Bozen übergeben. 

Verkehr von Personen und Waren auf Schiene verbessern

Allgemeines Ziel der AGB ist es, den Schienenverkehr auf der bestehenden Eisenbahnstrecke zu verbessern und den Ausbau der neuen Brennerbahn, inklusive des Brenner Basistunnels (BBT), voranzutreiben. Südtirol möchte das erste Jahr der Präsidentschaft unter das Motto des "Europäischen Jahrs der Schiene" stellen und im Sinne dieser europäischen Initiative die Rolle der Bahn als zukunftsweisendes Verkehrsmittel für Personen und Waren in der Öffentlichkeit durch verschiedene Initiativen untermauern. Im zweiten Jahr soll hingegen das Thema der "Schiene im digitalen Zeitalter" in den Fokus rücken. 

Vize-Landeshauptmann und Mobilitätslandesrat Alfreider sagt dazu: "Südtirol hat die Möglichkeit, mit der AGB-Präsidentschaft Akzente für die Zukunft der Brennerbahn zu setzen und jetzt die Weichen für die künftige Entwicklung zu stellen". Mit der Fertigstellung des BBT und der Zulaufstrecken werden sich laut Alfreider ganz neue Möglichkeiten für den Personen- und Warenverkehr eröffnen. "Es liegt an uns, diese Möglichkeiten zu nutzen und ein attraktives Angebot zu schaffen", sagt Alfreider.

Verlagerung und Digitalisierung im Fokus

Neben den regelmäßigen Fachkommissionssitzungen und der jährlichen Präsidentenkonferenz sind auch verschiedene Informationsveranstaltungen rund um die Brennerbahn geplant. Themen werden unter anderem neue Angebote im Personenverkehr auf der Brennerbahn, "Mobility as a Service", Terminalstrukturen und Digitalisierung der Frachtdokumente sein. 

Handelskammerpräsident Michl Ebner zeigt sich zufrieden mit dem Programmentwurf: "Das ausgearbeitete Programm beinhaltet zentrale Themen nicht nur für Südtirols Wirtschaft, sondern für den gesamten Brennerkorridor von München bis Verona und darüber hinaus. In der AGB werden wir uns in den kommenden zwei Jahren stark mit den Themen Verlagerung des Personen- und Warenverkehrs auf die Schiene und der fortschreitenden Digitalisierung beschäftigen." Der Programmentwurf muss bei der nächsten Präsidentenkonferenz der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn in München noch formell angenommen werden.

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