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Dachverband für Natur und Umwelt tauscht sich mit Landesregierung aus

Beim Klima- und Umweltschutz setzen Land und Dachverband für Natur und Umwelt auf Dialog, wurde beim Antrittsbesuch des Präsidenten Oberhofer bei LH Kompatscher und LRin Hochgruber Kuenzer deutlich.

Der Schutz von Klima, Umwelt und Artenvielfalt ist eine der größten Aufgaben für die gesamte Gesellschaft: In dieser Einschätzung sind sich die Landesregierung und der Dachverband für Natur- und Umweltschutz einig. Das wurde beim Antrittsbesuch des neuen Dachverband-Präsidenten Josef Oberhofer mit Geschäftsführerin Madeleine Rohrer bei Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Landesrätin für Raumordnung und Landschaftsschutz sowie Denkmalschutz Maria Hochgruber Kuenzer deutlich. 

Entsprechend waren der Klimaplan und die nachhaltige Entwicklung des Landes Südtirol die Hauptthemen des Treffens, auf das es mit allen Kräften hinzuarbeiten gelte und wofür künftig oft auch mutige und unbequeme Entscheidungen nötig seien. Diese könne man am besten in einem partizipativen Prozess und konstruktiven Dialog erreichen. "Deshalb wollen wir in kontinuierlichem partnerschaftlichem Austausch bleiben, auch wenn wir uns der unterschiedlichen Rollen als politische Entscheidungsträger auf der einen und als - oft auch mahnender - Vertreter der Zivilgesellschaft auf der anderen Seite bewusst sind", fasste Landeshauptmann Kompatscher zusammen. 

Dachverband: Vom "Umweltpolizisten zum Umweltanwalt" 

Oberhofer und Rohrer stellten das Programm und die anstehenden Aufgaben des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz vor. "Wir wollen weniger Umweltpolizist und mehr Umweltanwalt sein", sagte Oberhofer. Im Netzwerk der derzeit 23, weitgehend von der ehrenamtlichen Mitarbeit lebenden Mitgliedsverbände stecke großes Potenzial. In diesem Zusammenhang diskutierte man auch Fragen der Finanzierung und bürokratischen Vereinfachung, und inwiefern der Dachverband Service-Funktionen für die Mitgliedsvereine übernehmen könne. Öffnen will sich der historisch aus einem Zusammenschluss deutschsprachiger Vereine entstandene Dachverband auch in Richtung italienischer Mitgliedsvereine, um so alle Kräfte mit Umweltanliegen im Land zu bündeln und zu einem echten zweisprachigen Sprachrohr für sie zu werden.

An Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung weiter arbeiten

Der Dachverband zeigte sich erfreut über die vor einem Tag von der Landesregierung verabschiedeten Maßnahmen gegen die Lichtverschmutzung (LPA hat berichtet) denen nun weitere Schritte folgen müssten, etwa für den besonderen Schutz lichtempfindlicher Arten wie Fledermäuse. Landeshauptmann Kompatscher und Landesrätin Hochgruber Kuenzer standen diesen Anliegen offen gegenüber und sagten zu, sie aktiv weiter zu verfolgen. Auch die Idee von ausgewiesenen Lichtschutzgebieten wurde angesprochen. 

Josef Oberhofer trat Anfang Mai die Nachfolge von Klaus-Peter Dissinger an, der sich nach 12 Jahren an der Spitze des Dachverbands nicht mehr der Wahl stellte. Oberhofer hat als langjähriger Geschäftsführer des Heimatpflegeverbandes und als Mitglied der Landschaftsschutz- und UVP-Kommissionen des Landes viel Erfahrung im Umwelt- und Landschaftsschutz gesammelt.


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